Im Grunde fange ich diesen Blog schon zu spät an. (Fast) alles Organisatorische ist bereits erledigt. xD
- Bewerbung im Erasmus-Programm: Check. Wobei das wohl eher ein seltsamer Ablauf ist: Reguläre Zulassung zum Master in Linguistics an der RU > Reduzierung zu einem Auslandssemester > in letzter Sekunde ins Erasmus-Programm gerutscht. An dieser Stelle muss man mal wieder das Akademische Auslandsamt (AAA) der Uni Regensburg loben. Die Damen dort legen sich wirklich für jeden Einzelnen unglaublich ins Zeug. :)
- Dokumente an die Uni in NL schicken: Check. Letzte Woche erst vollständig, da mein BA-Zeugnis noch fehlte, aber das wurde inzwischen ja endlich ausgestellt. (Was sagte ich gerade über die Damen im AAA? Ich verkneife mir jetzt mal einen Kommentar über deren Kolleginnen im Prüfungsamt.)
- Finanzierung: Check.
- Learning Agreement: Check. Sechs Kurse werde ich nach Plan belegen, drei davon kann ich einbringen... Finde den Fehler. :D
- Niederländisch lernen: Öhm, naja, mehr oder weniger Check. Ich setze auf teilweisen Erwerb im Zielland. xD Laten we eens kijken. Die Kurse selbst werden dank Masterprogramm ja auf Englisch sein.
- Wohnung: Check. Nach langer und sehr frustrierender Suche. Nimwegen ist, was Studentenwohnungen betrifft, ungefähr auf dem selben Level wie München. Da kann ein Zimmer schnell mal ein halbes Vermögen kosten.
Ab Mitte August werde ich dann in Nimwegen wohnen und an der Universiteit Radboud studieren. Ich kanns nicht leugnen, mulmig ist mir dabei schon. Ich habe einen Riesenrespekt vor Freunden und Bekannten, die ständig unterwegs sind und jedes halbe Jahr woanders wohnen, ob nun im europäischen Ausland oder noch weiter weg. Ich bin ein "Heimerl", ganz ehrlich zugegeben. Ich fühle mich zuhause am wohlsten und für mich ist es schon eine große Überwindung, Freund, Familie und Katertiere zurückzulassen und für nur fünf Monate an einem Ort 600km entfernt zu wohnen.
Aber ich möchte dieses Auslandssemester machen. Ich studiere nicht umsonst Sprachen, ich habe auch eine Menge Spaß daran, in fremden Ländern zu sein und neue Kulturen kennenzulernen. Ich freue mich, wenn ich merke, dass meine Fremdsprachenkenntnisse im jeweiligen Land doch besser werden. Wenn ich neue Leute kennenlerne. Neue Erfahrungen mache. Dennoch: Mein Gefühlsleben ist derzeit ziemlich zweigepolt. Phasen des sich Freuens wechseln sich bei mir ab mit Phasen, in denen ich mich eher ängstlich fühle. Angst vor dem Ungewissen, aber vor allem Angst vor der Trennung von Lieben und Bekanntem. Ich weiß nicht, ob das normal ist. Höchstwahrscheinlich schon.
Ich weiß nur, dass es mir gut tun wird, mal alleine zu leben und mich durchzuschlagen. :) Und im Grunde sind fünf Monate auch keine Zeit, vor allem nicht in einer (meiner Meinung nach) so schönen Stadt wie Nimwegen.
Aber nun werd ich nächstes Wochenende erst einmal ein endgültiges "Check." hinter die vermaledeite Wohnungsfrage setzen. :D Absolutes Traumzimmer oder heruntergekommenes Rattenloch? Auch diese spannende Frage wird bald auf diesem Kanal beantwortet!
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