Sonntag, 28. Oktober 2012

Beinahe...

... hätte ich den dieswöchigen (gibt's das Wort?) Blogeintrag vergessen! Asche über mein Haupt!

Die letzte Woche war zum Glück nicht mehr so eintönig wie die letzte. Zwar saß ich bis gerade eben an Statistik - die Prüfung ist am Mittwoch - aber immerhin ist ein Ende abzusehen. Nächsten Freitag kommen mich Freunde besuchen, darauf freue ich mich schon riesig. :)


Viel Energie gegeben hat mir der Ausflug nach Brüssel am Freitag, zusammen mit drei Studienkollegen. Diesen Tag haben wir uns, alle sehr gefrustet wegen der Prüfungen und der Vorstellung, dass wir nicht mal jetzt ein bisschen Freizeit haben, einfach gegönnt. Und es war wirklich super!

Ich war vorher noch nie in Belgien (immer nur in Frankreich) und hatte eigentlich keine genauen Vorstellungen von dem Land. Irgendwie schmeisst man die Beneluxstaaten ja immer einfach in einen Topf ohne groß über Unterschiede nachzudenken. Insofern hat mich Belgien bzw. Brüssel vollkommen überrascht.



Zunächst natürlich die Zweisprachigkeit in Niederländisch und Französisch. Da ich immer noch viel besser Französisch spreche als Niederländisch, fühlte ich mich irgendwie sofort geborgen - es tut gut, auf einmal wieder fast alles zu verstehen und sich nicht die Hälfte zusammenreimen zu müssen (zumindest was Durchsagen am Bahnhof betrifft xD). Von der Kultur her kamen mir die Belgier wirklich vor wie eine Mischung aus Franzosen und Holländern, wenn man das einfach so flapsig sagen darf. Zumindest erschien alles so vertraut französisch, aber auf eine eher bodenständige Art. In Paris quillt beispielsweise die Haute Couture aus allen Ecken (zumindest mir kam es immer so vor), Brüssel war da viel natürlicher. Die Belgier haben eben ihr Bier, ihre Waffeln und ihre Schokolade, und da sind sie stolz 'drauf. ;)

Leider war es recht kalt (meine kolumbianische Studienkollegin hat ziemlich gefroren) und es regnete fast durchgehend, was die Kälte auch noch verstärkte. Aber wir irrten trotzdem tapfer erst mal durch die halbe Stadt, bis wir uns doch entschlossen die Metro zu nehmen (gute Entscheidung) und ins Zentrum gefahren sind. Dort haben wir uns im Grunde vor allem den kulinarischen Genüssen Belgiens gewidmet (siehe oben). Ooooooh, diese Waffeln! Suchtpotential pur!


Was ich als alter Comicnarr besonders schön fand, war die frankobelgische Ansicht auf Comics, die sie eben als Cinquième Art, als fünfte Kunstform, erachtet. Da sieht man schon mal einen ca. 60-Jährigen in der Metro ein Comicalbum lesen, die Geschichte der Kathedrale wird in Comicform erzählt und es gibt einen eigenen Tim und Struppi Merchandise-Shop. :)

Insgesamt war Brüssel sehr sehr sympathisch und ich denke, es ist sicherlich noch eine Reise wert, auch wenn die Stadt an und für sich schnell erkundet ist. Aber ihr Charme hat mich gefangen. ^^ Und meinen Freunden erging es nicht anders. Wir waren zwar fix und fertig, als wir am Abend wieder zuhause waren, aber es war wirklich ein sehr schöner Ausflug.

So erholt sitze ich also seit gestern wieder am Lernen und sehne dem Ende entgegen. Statistik ist wirklich mein Angstfach - nicht unbedingt, weil ich es nicht könnte oder es so schwierig wäre, sondern wegen des Dozenten, der die Klausur zwar nicht stellt, aber korrigiert (komisches System, ja). Bei ihm hatten wir die gesamte erste period über das Seminar zu Vorlesung, und jedes Mal sind wir verwirrter herausgekommen als vorher. Dass sein Englisch nicht das Beste ist, das kann man ja nochmal verzeihen, aber er verwechselt andauernd Formeln und Zahlen, kann nicht wirklich erklären und vor allem bereitet er seinen Unterricht nicht vor oder spricht sich in keinster Weise mit dem Dozenten der Vorlesung ab... Zum Beispiel wurde uns in der Vorlesung gesagt, wir würden im Seminar die Probeklausur besprechen - dort schaut der Dozent dann die Fragen das erste Mal an und kann diese vor allem nicht wirklich beantworten... Es ist sehr, sagen wir mal, enervierend. Ich möchte diese Klausur einfach nur hinter mich bringen und hoffentlich bestehen (zum Glück zählt die Note in meinem Master nicht), damit ich endlich meine Hausarbeit anfangen und hoffentlich auch beende kann, bevor meine Freunde mich dann besuchen.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Prüfungszeit

Außer dass ich nur mit Lernen beschäftigt bin, gibt's nix zu berichten.

Heimweh nach dem Wochenende zu Hause auf einem Höhepunkt. Kann aber auch am Lernaufwand liegen...

Fuck.

Montag, 15. Oktober 2012

Und so...

... geht ein wunderschönes Wochenende wieder zu Ende. Diesen Blogeintrag tippe ich gerade im ICE von Würzburg nach Hannover, denn ich bin schon wieder auf der Heimreise. Und da ich drohe, krank zu werden, weiß ich gerade nichts Besseres mit meiner Zeit anzufangen. Musik hören wird nach einiger Zeit sehr schlecht, da ich sowieso schon einen ziemlichen Druck auf den Ohren habe... Dazu noch schönes Halsweh. Ich hab diese letzten paar Tage wohl wirklich übertrieben.



Am Freitag bin ich also, nachdem nun endlich endlich alles für die Uni erledigt war, in den Zug Richtung Heimat gestiegen. Naja, gut, erstmal ging die Fahrt nur 15 Minuten nach Arnhem, da ich in den Amsterdam-Frankfurt-ICE musste. xD Die Fahrt im ICE war dann relativ angenehm, wenn nicht immer alle Klimaanlagen in ICEs aus Hochtouren laufen würden... Ich denke, das ist auch der Hauptgrund, warum ich nun krank bin, ich habe nämlich so gefroren, dass es nicht mehr feierlich war. Nach zwei Stunden Aufenthalt in Frankfurt (Juhu, wo ich Frankfurt doch sooo liebe...) saß ich dann auch schon im IC nach Regensburg. Die Wartezeit habe ich mir mit einem Eistee in einem ziemlich ... dubiosen Bahnhofscafé vertrieben. Es war das einzige Café, in dem man sitzen konnte, und so blieb mir nichts anderes übrig. Es schien nur irgendwie von russischen Mafiosi betrieben zu werden. o.O Whatever. Ich werde mit Frankfurt wirklich nie warm werden. Nachdem ich mich dann noch mit drei Bettler „unterhalten“ durfte, saß ich also endlich im Zug Richtung bayerische Heimat, der dann auch etwas wärmer war. Um halb 12 kam ich dann zuhause an und wurde erst mal vom ebenfalls kranken Freund und den Fellbällen begrüßt.



Da kann man natürlich nicht sofort ins Bett gehen, und so blieben wir noch bis 2 Uhr auf. Was ein bisschen doof war, denn am nächsten Tag hieß es sofort wieder um 8 Uhr aufstehen, heim auf den Hof meines „Schwiegervaters“. Der sich auch unglaublich gefreut hat, das hätte ich nie erwartet. Ich wäre am liebsten einfach aufm Hof geblieben. Nachdem wir Forellen umgesetzt und Karpfen gefischt haben (die Arbeit wartet eben nicht - aber es tat sooooo gut), fuhren wir dann nachmittags nach Regensburg zurück.



Das Brautpaar brachte uns dann zwei Übernachtungsgäste aus Berlin vorbei, mit denen wir dann auch zum Hochzeitsessen in die Geflickte Trommel gefahren sind. Es war wirklich einfach toll, wieder zuhause zu sein, obwohl sich alles anfangs noch so unwirklich und fremd angefühlt hat. Ich war immerhin 2,5 Monate nicht mehr dort gewesen. Aber es wurde dann schnell wieder vertraut und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Nach dem Essen in der Trommel (leider nicht so gut wie sonst...) ging es dann zum Feiern ins Flannigan‘s. Interessante location, ja, aber irgendwie war es auch nicht schlecht so. Da das Paar bereits am Vormittag bei der standesamtlichen Trauung mit der Verwandtschaft gefeiert hatte, waren abends eben nur die Freunde anwesend. Dementsprechend war alles sehr locker. Wir blieben bis ungefähr 1 Uhr, soweit ich mich erinnern kann. Da in Regensburg um 2 Uhr Sperrstunde ist, ging die Party dann aber auch nicht viel länger.



Am nächsten Sonntag Morgen Vormittag um 10.30 Uhr gingen wir dann noch mit dem Brautpaar und einigen anderen Gästen zum Frühstücken und spazierten ein wenig durch die Altstadt. Das Wetter hat es wirklich gut mit uns gemeint: Die Sonne schien und in derselben war es angenehm warm. Außerdem war auch noch verkaufsoffener Sonntag und Herbstfest, also viele Buden in der Altstadt und auch eine Menge Leute. Meine erste Rengschburger mit allem (für alle Unwissenden: Knackersemmel) hat so unglaublich gut geschmeckt...! ;) Am frühen Nachmittag sind mein Freund und ich dann nach Hause und haben den restlichen Tag vollkommen K.O. auf dem Sofa verbracht, Terence Hill Filme geschaut und Katzen geknuddelt. Das war auch bitter nötig - mein Freund war ja bereits krank, ich merkte, dass ich es gerade wurde, und wir hatten beide die letzten Nächte nicht sonderlich viel Schlaf gehabt. Aber das war es wert.

Und jetzt sitze ich also im Zug zurück nach Nijmegen, wieder vollkommen herausgerissen aus dem „Zuhause-Gefühl“ und mit Halsweh... Am liebsten würde ich aussteigen und zurück. Aber vorher muss ich nochmal 2,5 Monate durchhalten. Die Hälfte ist also schon rum. Hoffentlich gewöhne ich mich wieder genauso schnell an meine holländische Zweitheimat wie umgekehrt. Viel Zeit zum Grübeln bleibt ja wiederum nicht; es bricht die letzte Vorlesungswoche der ersten period an und in den zwei examination weeks wollen zwei Klausuren und ein paper geschrieben werden.



Auf in den Kampf! ;)

Freitag, 5. Oktober 2012

Über diese Woche...

... kann man nicht viel sagen außer: Alltag. Wie gesagt bin ich seit letzter Woche am Vorarbeiten, damit ich nächsten Freitag ohne Stress nach Hause fahren kann. Dementsprechend sitze ich seitdem noch mehr in meinem Zimmer und arbeite vor mich hin als vorher. Meine Mitbewohnerinnen haben auch schon bemerkt, dass sie mich weniger sehen... Etwas doof, das alles.

Aber zumindest fruchten meine Anstrengungen. Die English Grammars assignments für diese Woche sind bereits fertig und abgegeben, heute habe ich die für nächste Woche angefangen und sollte damit auch spätestens Sonntag fertig sein, sodass ich dann das dritte und letzte SPSS assignment anpacken kann, das am Montag nach dem Deutschland-Wochenende abgegeben werden will. Es läuft also.

Zumindest das Wetter macht es mir aber auch etwas leichter, diese Stubenhockerei zu ertragen. Der Herbst hat Einzug gehalten in den Niederlanden; draußen stürmt und regnet es die meiste Zeit, und nur manchmal schaut auch mal die Sonne zwischen den Wolken hervor. Als Pause gehe ich derzeit gerne ein bisschen spazieren und genieße die frische Luft, wenn mal wieder ein paar Sonnenstrahlen zu sehen sind. Viel mehr ist nicht drin.

Aber ich freue mich schon sehr auf die Hochzeit, das ist sozusagen mein Lichtblick. :) Wenn ich aus Deutschland zurückkomme, bricht sowieso die letzte Vorlesungswoche der ersten period an. Dann habe ich erstmal zwei Wochen keine Kurse mehr, muss in dieser Zeit aber zwei Klausuren (Dutch Culture und Methods) sowie zwei papers (Feste Wendungen und English Grammars) schreiben. Am Ende dieser examination period werden mich Freunde besuchen, worauf ich mich auch schon sehr freue. Und danach geht auch schon die zweite period los, die hoffentlich hoffentlich weniger stressig wird, sodass ich mal mehr von den Niederlanden sehen kann...