Montag, 26. November 2012

Wie schnell doch...

... fünf Tage zuhause vergehen können. Auch meine Arztbesuche waren mehr oder weniger erfolgreich. Mein Magenproblem kann man so schnell nicht ausschalten, ich soll es einfach nur im Auge behalten und im Januar zu Magenspiegelung gehen... :( Uah. Wirklich vollkommen angenommen wir eine chronische Gastritis nicht, aber ausgeschlossen werden sollte sie schon, solange die Möglichkeit besteht. Und die Symptome passen. Ich hoffe wirklich, dass da nichts ist, aber das sehe ich dann erst im Januar.

Ansonsten habe ich die letzten Tage meine Großeltern und meinen Vater mal wieder gesehen, bin mit meinen Freund auf den Hof gefahren, habe Freunde getroffen und viel geschmust - mit Katzen und Mann gleichermaßen.

Erste Prüfungsergebnisse sind schon da, und bis jetzt bin ich doch ziemlich zufrieden. :) 

Und mit der damit gewonnenen Energie geht es nun in den schon letzten Monat in den Niederlanden!

Sonntag, 18. November 2012

Was doch ein Kurs weniger...

... alles ausmachen kann! Seit diese zweite period begonnen hat, fühle ich mich viel freier. Es gibt zwar immer noch genug zu tun, aber das ist immerhin in der Kürze der Zeit machbar UND es bleibt mir sogar Freizeit. Hurra! xD

Dementsprechend konnte ich gestern, am Samstag, ganz entspannt auf die Exkursion des RIS mitfahren (RIS = Radboud International Students - eine Gruppe, die sehr viel für die internationalen Studenten organisiert, unter anderem auch die Einführungswochen und Ausflüge). Es ging nach Madurodam und Rotterdam.

Madurodam ist ein Miniaturen-Park bei Den Haag, der die wichtigsten Bauten der Niederlande zeigt. Dorthin fuhr unser Doppeldecker-Bus voller Studenten zuerst, nachdem wir uns alle sehr früh für einen Samstag aus dem Bett gequält hatten. Treffpunkt um 8.15, gähn...
Madurodam selbst war zwar kleiner als wir dachten und das Wetter wollte auch nicht so recht (Nebel und Niesel), aber insgesamt war es doch ganz lustig dort, wenn auch mehr etwas für Kinder. Es gibt dort mehrere Spiele (die dummerweise viel zu oft mit Wasser zu tun hatten, was bei 4° Celsius nicht sonderlich einladend ist) und Dinge zum Ausprobieren ("Wie viel wiege ich in Käserädern?"), die für Kinder sicherlich total klasse sind. Wir haben aber größtenteils die Miniaturen bewundert und sind nur hin und wieder etwas infantil geworden. ;)




Nach einem ziemlich überteuerten Kaffee, der aber bei der Kälte einfach sein musste, sind wir dann weiter nach Rotterdam.

Rotterdam hat zwar den größten Hafen Europas, aber die schönste Stadt kann es sich leider nicht unbedingt schimpfen... Da man hier besonders unter der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg leiden musste, hat man sich kurzerhand entschlossen, auch noch die wenigen stehenden Häuser abzureissen und die Stadt ganz von Grund auf neu zu bauen. Man findet also ein buntes Kuddelmuddel aus mehr oder weniger modernen Bauten vor und alles wirkt sehr großstädtisch. Es gibt mehr große Straßen und Autos als in jeder niederländischen Stadt, in der ich bis jetzt war, und man baut immer mehr in die Höhe. Das ist außerdem auch noch ein riesiger Aufwand bei dem holländischen weichen Boden...




Der Platz, an dem sich Theater und Kinos befinden, wurde beispielsweise dem Hafen nachempfunden. Soll heißen, statt Pflaster gibt es hier Metallplanken, auf denen schon so mancher Fußgänger ausgerutscht ist, und die Gebäude haben Lagerhallen zum Vorbild (und sehen dementsprechend... interessant aus). Nun ja, wems gefällt.

Jedenfalls bekamen wir hier eine Stadttour und hatten danach Freizeit, die wir mit ein bisschen Bummeln und Kaffeetrinken verbracht haben. Zum Shoppen ist Rotterdam eine recht gute Stadt, hier reiht sich Laden an Laden, aber zumindest für mich hat die Stadt nicht viel zu bieten. Nicht nur ich hätte einfach gern den Güterhafen an sich gesehen, aber das war im Programm nicht vorgesehen. Das fand ich in Hamburg immer so genial, dass man vom Auto aus den Hafen sehen kann...

Nächste Woche werde ich Mittwoch erst einmal heimfahren. Zum Einen natürlich, weil ich meine bessere Hälfte schon wieder mehr als einen Monat nicht mehr gesehen hab, zum Anderem, weil meine Gesundheit derzeit ein wenig verrückt spielt. Ich bin derzeit zum zweiten Mal innerhalb eines Monats erkältet und habe auch schon länger ziemliche Magenprobleme und ein paar andere Wehwehchen. Zumindest mein Magen macht mir ziemliche Sorgen (ich rede hier nicht von ein bisschen Grummeln, das war teilweise schon extrem). Da mein Arzt hier in den Niederlanden nur Niederländisch spricht und weil mein Hausarzt zuhause das Problem zumindest schon etwas kennt (ich hatte das vor einem Jahr schon einmal, damals aber einmalig, hier in Holland schon drei Mal), möchte ich da einfach sicher gehen und das abklären lasse. Das heißt, erstmal fünf Tage in der Heimat. :)

Und danach bricht schon der letzte Monat in den Niederlanden für mich an. Im Januar werde ich ja nur kurz nochmal hier sein. Komisch, irgendwie. :/

Sonntag, 11. November 2012

Nun hat auch...

... die zweite period endlich angefangen und ich erlaube mir mal die vorsichtige Vorhersage, dass sie etwas entspannter ablaufen wird als die erste. Zum Einen habe ich natürlich einen Kurs weniger und zum zweiten scheinen die verbliebenen zwei Kurse (Feste Wendungen und Dutch Culture) sowie der neue Kurs Global English insgesamt ohne lästige - und vor allem sinnlose - wöchentliche assignments auszukommen. Natürlich habe ich auch in diesen Kursen etwas zu tun, aber das hat dann wenigstens Sinn.

Die Woche fing erst recht langweilig an. Montage sind wieder frei, und so hatte ich erst am Dienstag meinen ersten Kurs. Mittwoch war dann auch recht ruhig.

Donnerstag bin ich dann mit zwei Freundinnen zu einem Konzert gegangen. Einer der Sänger der Band ist der Bruder des Freundes einer dieser Freundinnen (huihui, wie kompliziert xD). Lieve Bertha spielen zwar eher Acoustic Pop, zumindest würde ich es so einordnen, aber trotz meines sonst etwas anderen Musikgeschmacks war es wirklich sehr sehr schön. :) Man hat den Jungs richtig angesehen, wie sehr es ihnen Spaß macht auf der Bühne, und dass die Texte niederländisch waren, gefiel mir natürlich nochmal so gut. Insgesamt war es eine tolle Show auf einem Theaterschiff auf der Waal, das Gerüchten zufolge zwar nicht gesunken ist, aber dennoch etwas geschwankt haben soll. ;) Davor waren wir noch beim (ziemlich guten) Sushi-All-You-Can-Eat und haben uns gestärkt.

Freitag und Samstag war ich dann auf einem Workshop des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik hier in Nijmegen. Es ging um Informationsstruktur, nicht unbedingt mein Spezialgebiet, aber doch sehr interessant (zudem ich auch irgendwie von meinem Professor in Deutschland dorthin geschickt wurde). Jedenfalls war es doch nicht so alltäglich in dem MPI rumzulaufen und Robert Van Valin, Stephen C. Levinson und Nikolaus Himmelmann mal in real zu sehen. Wobei einem Van Valins treffende und geniale Kommentare zu manchen Vorträgen richtiggehend Angst machen können. xD Zwei Tage voller Vorträge, Wissen, gratis Kaffee/Keksen/Sandwiches und vielen nicht ganz neuen Erkenntnissen für mich. Jedenfalls, was die wissenschaftliche Welt der Linguistik angeht, bin ich nur umso überzeugter: Als einzigen Lebensinhalt kann ich mir das nicht vorstellen... Nach jedem zweiten Vortrag musste erst einmal (von manchen der Anwesenden) gezeigt werden, wie viel schlauer und korrekter als der Vortragende sie sind. Dabei kann man nicht wirklich von einer wissenschaftlichen Diskussion reden, sondern eher von schwellenden Hahnenkämmen und Ego-Schienen. Ich war nicht die einzige, die innerlich die Augen verdreht und äußerlich aufgeseufzt hat. Liegt also nicht (nur) an meinem geringeren Fachwissen.
Insgesamt war es aber wirklich interessant und ich hab sicherlich auch einiges gelernt dabei.

Auf in die nächste Woche!

Sonntag, 4. November 2012

Teils stressig...

... teils wunderschön war diese letzte Woche. :) Anfangs war natürlich noch Statistik-Lernen angesagt, denn Mittwoch war die Prüfung. Ich denke, es ist einigermaßen gelaufen und ich habe bestanden - mehr wollte ich ja nicht. Ansonsten heißts im Januar nochmal ran zur Wiederholungsprüfung. Hoffentlich nicht. xD Ich kann keine t-tests, Korrelationen und Konfidenzintervalle mehr sehen! X_x

Nach der Prüfung habe ich dann meine erste Hausarbeit (Feste Wendungen) angefangen und es tatsächlich geschafft, die am Donnerstag fertig zu schreiben. Wie, das weiß ich immer noch nicht, und die Qualität wollen wir jetzt mal nicht bemessen, aber hauptsache, das Ding ist weg. ^^ Jetzt nur noch die zweite Hausarbeit bis 20. November hinbekommen und alles ist paletti.

Am Donnerstag war ich auch das erste Mal in den Niederlanden beim Arzt (keine Sorge, nur ein kleines Wehwehchen). Ich hatte mir das Ärztezentrum an der Universität rausgesucht, da ich dachte, dort wird die Behauptung, dass "die meisten Ärzte Englisch sprechen" (O-Ton internationales Büro) dann auch am ehesten stimmen. Ich versuche zwar immer Niederländisch zu sprechen, aber bei solchen medizinischen Dingen wollte ich lieber aus Englisch zurückgreifen. Naja, Pustekuchen. Keiner sprach Englisch, weder die Sprechstundenhilfe noch der Arzt. xD Dementsprechend saß ich im Behandlungszimmer und wir beide hatten einen "Heidenspaß" daran, auszumachen, was mir den fehlte. :D Aber letztendlich lief es dann ganz gut - aber wenn ich nicht deutsche Muttersprachlerin wäre und daher auch von Natur aus Sinn aus dem niederländischen Kauderwelsch machen könnte, wäre ich echt verloren gewesen. Keine Ahnung, wie das andere internationale Studenten machen, die kaum Niederländisch sprechen und auch keine ähnliche Sprache...
Lustigerweise musste ich den Arzt bezahlen (wenn auch weniger als gedacht), in der Apotheke wurden aber Kopien meiner Krankenkarte gemacht und meine Krankenkasse bekomme dann die Rechnung direkt. Sehr mysteriös. Ich bin schon gespannt, wie das dann abläuft, wenn ich wieder in Deutschland bin.

Freitag sind dann meine Freunde aus Deutschland zu Besuch gekommen. :) Da hatte man sich natürlich einiges zu erzählen! Wir sind dann am Freitag noch in die Stadt gefahren, haben ein wenig Nijmegen angesehen (so viel gibt es ja nicht zu sehen) und sind Essen gegangen (Hoogstraatje!! xD).

Gestern war dann ein Ausflug nach Amsterdam angesagt. Da die beiden mit dem Auto hergekommen waren, beschlossen wir, auch damit nach Amsterdam zu fahren, immerhin ist man dann doch unabhängiger und flexibler. Es war komisch, nach so langer Zeit wieder in einem Auto zu sitzen. Zuhause fahre ich ja fast täglich, egal ob jetzt selbst oder wenn mein Freund am Steuer sitzt; hier muss ich mich stets auf mein tapferes fiets bzw. die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen.
In Amsterdam parkten wir dann erstmal aus Versehen im Parkhaus eines Krankenhauses (was wir beim Verlassen dann recht schnell bemerkten), das einen Euro pro Viertelstunde gekostet hätte. Also wieder raus und ins nächste (richtige) Parkhaus gefahren, nur um festzustellen, dass hier 21 Minuten zwei Euro kosteten... Nochmal herumzufahren war uns dann aber doch zu blöd und so nahmen wir das in Kauf (letzten Endes waren es dann auch "nur" 14 Euronen). Das Parkhaus war in der Nähe des rijksmuseums, also sind wir erst einmal da etwas herumgelaufen und zum I amsterdam-Schriftzug, bevor wir dann Richtung Bahnhof durch die kleinen Straßen geschlendert sind. Da wurde dann erstmal ganz viel Käse und passender Honigsenf gekauft und am bloemenmarkt die viel Tulpenzwiebeln bewundert. In der Nähe vom dam haben wir uns dann jeweils eine Tüte Pommes gegönnt und sind dann langsam zum Auto zurück spaziert. Auf dem Heimweg waren wir dann noch kurz im Amersfoorter Ikea (Ich hab jetzt schön Kerzen hier! xD) und dann gings auch schon wieder nach Hause, Käse essen und Film gucken. ;)

Heute am Sonntag sind die beiden jetzt auch recht früh gefahren, damit es nicht zu spät wird, bis sie wieder zuhause sind. ^^ Insgesamt war es wirklich ein schönes Wochenende.

Morgen fängt die zweite period an, dann sind es noch sieben Wochen bis Weihnachten. :) Hoffentlich wird das jetzt auch wirklich ein wenig unstressiger mit einem Kurs weniger... Damit ich noch viel von diesem Land entdecken kann!

Sonntag, 28. Oktober 2012

Beinahe...

... hätte ich den dieswöchigen (gibt's das Wort?) Blogeintrag vergessen! Asche über mein Haupt!

Die letzte Woche war zum Glück nicht mehr so eintönig wie die letzte. Zwar saß ich bis gerade eben an Statistik - die Prüfung ist am Mittwoch - aber immerhin ist ein Ende abzusehen. Nächsten Freitag kommen mich Freunde besuchen, darauf freue ich mich schon riesig. :)


Viel Energie gegeben hat mir der Ausflug nach Brüssel am Freitag, zusammen mit drei Studienkollegen. Diesen Tag haben wir uns, alle sehr gefrustet wegen der Prüfungen und der Vorstellung, dass wir nicht mal jetzt ein bisschen Freizeit haben, einfach gegönnt. Und es war wirklich super!

Ich war vorher noch nie in Belgien (immer nur in Frankreich) und hatte eigentlich keine genauen Vorstellungen von dem Land. Irgendwie schmeisst man die Beneluxstaaten ja immer einfach in einen Topf ohne groß über Unterschiede nachzudenken. Insofern hat mich Belgien bzw. Brüssel vollkommen überrascht.



Zunächst natürlich die Zweisprachigkeit in Niederländisch und Französisch. Da ich immer noch viel besser Französisch spreche als Niederländisch, fühlte ich mich irgendwie sofort geborgen - es tut gut, auf einmal wieder fast alles zu verstehen und sich nicht die Hälfte zusammenreimen zu müssen (zumindest was Durchsagen am Bahnhof betrifft xD). Von der Kultur her kamen mir die Belgier wirklich vor wie eine Mischung aus Franzosen und Holländern, wenn man das einfach so flapsig sagen darf. Zumindest erschien alles so vertraut französisch, aber auf eine eher bodenständige Art. In Paris quillt beispielsweise die Haute Couture aus allen Ecken (zumindest mir kam es immer so vor), Brüssel war da viel natürlicher. Die Belgier haben eben ihr Bier, ihre Waffeln und ihre Schokolade, und da sind sie stolz 'drauf. ;)

Leider war es recht kalt (meine kolumbianische Studienkollegin hat ziemlich gefroren) und es regnete fast durchgehend, was die Kälte auch noch verstärkte. Aber wir irrten trotzdem tapfer erst mal durch die halbe Stadt, bis wir uns doch entschlossen die Metro zu nehmen (gute Entscheidung) und ins Zentrum gefahren sind. Dort haben wir uns im Grunde vor allem den kulinarischen Genüssen Belgiens gewidmet (siehe oben). Ooooooh, diese Waffeln! Suchtpotential pur!


Was ich als alter Comicnarr besonders schön fand, war die frankobelgische Ansicht auf Comics, die sie eben als Cinquième Art, als fünfte Kunstform, erachtet. Da sieht man schon mal einen ca. 60-Jährigen in der Metro ein Comicalbum lesen, die Geschichte der Kathedrale wird in Comicform erzählt und es gibt einen eigenen Tim und Struppi Merchandise-Shop. :)

Insgesamt war Brüssel sehr sehr sympathisch und ich denke, es ist sicherlich noch eine Reise wert, auch wenn die Stadt an und für sich schnell erkundet ist. Aber ihr Charme hat mich gefangen. ^^ Und meinen Freunden erging es nicht anders. Wir waren zwar fix und fertig, als wir am Abend wieder zuhause waren, aber es war wirklich ein sehr schöner Ausflug.

So erholt sitze ich also seit gestern wieder am Lernen und sehne dem Ende entgegen. Statistik ist wirklich mein Angstfach - nicht unbedingt, weil ich es nicht könnte oder es so schwierig wäre, sondern wegen des Dozenten, der die Klausur zwar nicht stellt, aber korrigiert (komisches System, ja). Bei ihm hatten wir die gesamte erste period über das Seminar zu Vorlesung, und jedes Mal sind wir verwirrter herausgekommen als vorher. Dass sein Englisch nicht das Beste ist, das kann man ja nochmal verzeihen, aber er verwechselt andauernd Formeln und Zahlen, kann nicht wirklich erklären und vor allem bereitet er seinen Unterricht nicht vor oder spricht sich in keinster Weise mit dem Dozenten der Vorlesung ab... Zum Beispiel wurde uns in der Vorlesung gesagt, wir würden im Seminar die Probeklausur besprechen - dort schaut der Dozent dann die Fragen das erste Mal an und kann diese vor allem nicht wirklich beantworten... Es ist sehr, sagen wir mal, enervierend. Ich möchte diese Klausur einfach nur hinter mich bringen und hoffentlich bestehen (zum Glück zählt die Note in meinem Master nicht), damit ich endlich meine Hausarbeit anfangen und hoffentlich auch beende kann, bevor meine Freunde mich dann besuchen.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Prüfungszeit

Außer dass ich nur mit Lernen beschäftigt bin, gibt's nix zu berichten.

Heimweh nach dem Wochenende zu Hause auf einem Höhepunkt. Kann aber auch am Lernaufwand liegen...

Fuck.

Montag, 15. Oktober 2012

Und so...

... geht ein wunderschönes Wochenende wieder zu Ende. Diesen Blogeintrag tippe ich gerade im ICE von Würzburg nach Hannover, denn ich bin schon wieder auf der Heimreise. Und da ich drohe, krank zu werden, weiß ich gerade nichts Besseres mit meiner Zeit anzufangen. Musik hören wird nach einiger Zeit sehr schlecht, da ich sowieso schon einen ziemlichen Druck auf den Ohren habe... Dazu noch schönes Halsweh. Ich hab diese letzten paar Tage wohl wirklich übertrieben.



Am Freitag bin ich also, nachdem nun endlich endlich alles für die Uni erledigt war, in den Zug Richtung Heimat gestiegen. Naja, gut, erstmal ging die Fahrt nur 15 Minuten nach Arnhem, da ich in den Amsterdam-Frankfurt-ICE musste. xD Die Fahrt im ICE war dann relativ angenehm, wenn nicht immer alle Klimaanlagen in ICEs aus Hochtouren laufen würden... Ich denke, das ist auch der Hauptgrund, warum ich nun krank bin, ich habe nämlich so gefroren, dass es nicht mehr feierlich war. Nach zwei Stunden Aufenthalt in Frankfurt (Juhu, wo ich Frankfurt doch sooo liebe...) saß ich dann auch schon im IC nach Regensburg. Die Wartezeit habe ich mir mit einem Eistee in einem ziemlich ... dubiosen Bahnhofscafé vertrieben. Es war das einzige Café, in dem man sitzen konnte, und so blieb mir nichts anderes übrig. Es schien nur irgendwie von russischen Mafiosi betrieben zu werden. o.O Whatever. Ich werde mit Frankfurt wirklich nie warm werden. Nachdem ich mich dann noch mit drei Bettler „unterhalten“ durfte, saß ich also endlich im Zug Richtung bayerische Heimat, der dann auch etwas wärmer war. Um halb 12 kam ich dann zuhause an und wurde erst mal vom ebenfalls kranken Freund und den Fellbällen begrüßt.



Da kann man natürlich nicht sofort ins Bett gehen, und so blieben wir noch bis 2 Uhr auf. Was ein bisschen doof war, denn am nächsten Tag hieß es sofort wieder um 8 Uhr aufstehen, heim auf den Hof meines „Schwiegervaters“. Der sich auch unglaublich gefreut hat, das hätte ich nie erwartet. Ich wäre am liebsten einfach aufm Hof geblieben. Nachdem wir Forellen umgesetzt und Karpfen gefischt haben (die Arbeit wartet eben nicht - aber es tat sooooo gut), fuhren wir dann nachmittags nach Regensburg zurück.



Das Brautpaar brachte uns dann zwei Übernachtungsgäste aus Berlin vorbei, mit denen wir dann auch zum Hochzeitsessen in die Geflickte Trommel gefahren sind. Es war wirklich einfach toll, wieder zuhause zu sein, obwohl sich alles anfangs noch so unwirklich und fremd angefühlt hat. Ich war immerhin 2,5 Monate nicht mehr dort gewesen. Aber es wurde dann schnell wieder vertraut und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Nach dem Essen in der Trommel (leider nicht so gut wie sonst...) ging es dann zum Feiern ins Flannigan‘s. Interessante location, ja, aber irgendwie war es auch nicht schlecht so. Da das Paar bereits am Vormittag bei der standesamtlichen Trauung mit der Verwandtschaft gefeiert hatte, waren abends eben nur die Freunde anwesend. Dementsprechend war alles sehr locker. Wir blieben bis ungefähr 1 Uhr, soweit ich mich erinnern kann. Da in Regensburg um 2 Uhr Sperrstunde ist, ging die Party dann aber auch nicht viel länger.



Am nächsten Sonntag Morgen Vormittag um 10.30 Uhr gingen wir dann noch mit dem Brautpaar und einigen anderen Gästen zum Frühstücken und spazierten ein wenig durch die Altstadt. Das Wetter hat es wirklich gut mit uns gemeint: Die Sonne schien und in derselben war es angenehm warm. Außerdem war auch noch verkaufsoffener Sonntag und Herbstfest, also viele Buden in der Altstadt und auch eine Menge Leute. Meine erste Rengschburger mit allem (für alle Unwissenden: Knackersemmel) hat so unglaublich gut geschmeckt...! ;) Am frühen Nachmittag sind mein Freund und ich dann nach Hause und haben den restlichen Tag vollkommen K.O. auf dem Sofa verbracht, Terence Hill Filme geschaut und Katzen geknuddelt. Das war auch bitter nötig - mein Freund war ja bereits krank, ich merkte, dass ich es gerade wurde, und wir hatten beide die letzten Nächte nicht sonderlich viel Schlaf gehabt. Aber das war es wert.

Und jetzt sitze ich also im Zug zurück nach Nijmegen, wieder vollkommen herausgerissen aus dem „Zuhause-Gefühl“ und mit Halsweh... Am liebsten würde ich aussteigen und zurück. Aber vorher muss ich nochmal 2,5 Monate durchhalten. Die Hälfte ist also schon rum. Hoffentlich gewöhne ich mich wieder genauso schnell an meine holländische Zweitheimat wie umgekehrt. Viel Zeit zum Grübeln bleibt ja wiederum nicht; es bricht die letzte Vorlesungswoche der ersten period an und in den zwei examination weeks wollen zwei Klausuren und ein paper geschrieben werden.



Auf in den Kampf! ;)